Die Gründerin

Gerda Dolezal Senfter
Gerda Dolezal Senfter

 

Vom schottischen Erfolgsunternehmer Andrew Carnegie stammt der Satz: „Ehrliche, herzliche  Begeisterung ist einer der wirksamsten Erfolgsfaktoren.“ Spricht Gerda Dolezal Senfter über ihre Idee, die Stiftung bzw. das Gerät, das diese symbolisiert, ist der Geschäftsfrau Begeisterung anzumerken: „Eine Harpfe erzählt die Geschichte eines Bauernhofes“, erklärt Gerda Dolezal Senfter. Sie hat den Anstoss zur Gründung der Stiftung gegeben und ist nun deren Vize-Präsidentin. Spricht man sie darauf an, wirkt sie eher zurückhaltend. Schon ihrem Mann Franz war es immer ein Anliegen gewesen, die Harpfen zumindest in und um Innichen noch zu erhalten. Von seiner Begeisterung hat sie sich offenbar anstecken lassen. „Die Harpfe“ ist aber keine nostalgische Schwärmerei. Gerda Senfter weiß ganz genau, was sie will. Mit dem Geld, das der Stiftung zur Verfügung steht, sollen jene Harpfen erhalten werden, die heute noch bestehen. Die Menschen sollen ein Gefühl dafür bekommen, dass die Geräte nicht einfach ein altes Holzgerüst sind, sondern die einheimische Kultur ja auch ein bisschen die Mentalität darstellen. Der Verfall der alten Harpfen stellt wohl auch ein bisschen den Verfall einer gesunden Anschauung von Volkskultur dar. Und dem wollte das Unternehmen Senfter mit der Stiftung entgegentreten. „Wir wollen etwas für die Allgemeinheit tun“, sagt Gerda Senfter. Als erfolgreiche Geschäftsfrau weiß sie natürlich auch, wie man eine Idee fruchtbringend umsetzt. „Volkskultur“ ist ein weiter Begriff und um nicht in Klischees abzuschlüpfen, hat Senfter Universitätsdozenten, Intellektuelle und Experten in die Stiftung berufen. „Es ist erbaulich, Leute um sich zu haben, die eine Menge erzählen können; an ihrem Wissen gleichsam teilhaben zu dürfen“, sagt Gerda Senfter. Bei der „Harpfe“ handelt es sich zu 100 Prozent um eine private Initiative, was die Vizepräsidentin auch besonders herausstreicht: „Wir sind weder von der Politik noch von der Bürokratie abhängig.“ Begeisterung, Wissen und Ideenreichtum: Mit diesen Zutaten ist der Pustertaler Familienbetrieb Senfter zu einem internationalen Unternehmen geworden.
Aus denselben Zutaten hat Senfter „Die Harpfe“ geschaffen. Und beweist: Gerade auch Erfolg ist der Kultur verpflichtet.

 

(von Moritz Windegger)

 

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Senfter Holding AG
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Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
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Uni Innsbruck Archäologie
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Provinz Südtirol
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