In Mittewald steht eine Doppelharpfe aus dem Jahr 1911. Aus Anlass ihres 100jährigen Bestehens
wurde sie instand gesetzt. Am Tag des Denkmals gab es ein großes Fest rund um die Mittewalder
Doppelharpfe mit dem Ziel, die Harpfen wieder verstärkt im Bewusstsein der Bevölkerung zu
verankern. Von Seiten der Stiftung Harpfe befestigte Vizepräsidentin Gerda Dolezal Senfter Prof.
Harald Stadler erstmalig eine Förderplakette der Stiftung ans Harpfengerüst.
Am „Tag des Denkmals“, dem 25.9.2011 in Österreich, in Südtirol am 18.9.2011 öffneten das
Bundesdenkmalamt, das Bundesland Tirol und das Land Südtirol mit zahlreichen Denkmal-Eigentümern die
Türen in die Vergangenheit zu den wertvollsten Schätzen und somit zum kulturellen Erbe Österreichs.
Der Europäische Tag des Denkmals (European Heritage Days, Journées européennes) wurden 1985 mit
einer Resolution des Europarats eingeführt und ist seit 1999 als gesamteuropäische Veranstaltung etabliert.
Das diesjährige Thema „aus Holz“ wurde in Anlehnung an das von der UNO ausgerufene „Internationale
Jahr der Wälder“ gewählt.
Partner: Gemeinde Assling, Institut für Archäologie der Universität Innsbruck, Stiftung Harpfe
 Die Doppelharpfe von 1911 vor dem Ortseingang Mittewald
 Das Festpublikum hat sich unter der Harpfe versammelt
 Die Inschriften: oben: 19 F-ranz L-eiter 11, unten: 20 O-tto K-raler B-ergmann 11
 Prof. Dr. Harald Stadler hält eine mitreißende Rede
 Gerda Dolezal Senfter dankt in einer kurzen Ansprache all jenen, die zur Verwirklichung des Projektes beigetragen haben
 Die Dichterin trägt stimmungsvoll ihr rührendes Harpfengedicht „Der Zahn der Zeit“ vor
 Gerda Dolezal Senfter und Harald Stadler beim Anbringen der Förderplakette der Stiftung Harpfe
 Franz Kollreider, Harpfenkoordinator für Osttirol
 Herr Otto Bergmann-Kraler, stolzer Besitzer der Dachharpfe in Mittewald
Zu einer offenen Debatte über Bauen ist es im Rahmen der Vorstellung der 3. Ausgabe der „Harpfe“ am Donnerstag in Innichen gekommen. Die Stiftung „Harpfe“ bzw. deren Präsident Helmut Rizzolli hatte auf den neu errichteten Platz „Zin Senfter“ vor dem erst kürzlich eröffneten „Senfter Residence“ geladen.

Es kommt mitunter vor, daß zwischen dem, was vielfach in der Landschaft herum steht und dem Urteil der Zeitgenossen darüber eine ziemliche Lücke klafft. Funktionalität, der Anspruch, modern zu sein oder einfach einen zeitgemäßen Geschmack zu beweisen – das alles sind Schlagwörter, die auch in der Architektur ihren Niederschlag finden. Nur eben: Architektur ist keine Privatangelegenheit. Jedes Bauwerk gestaltet die Landschaft.
„Funktionalität bzw. Weiterentwicklung schließen nicht grundsätzlich aus, daß man Respekt vor dem historisch Gewachsenen hat. Respekt und Fortschritt sind keine Gegensätze.“ (Helmut Rizzolli)
Aus dem Manifest „Stil als Option“ in Ausgabe 3 der „Harpfe“:
- Form und Stil sind eine freie Optio. Dass eine Option frei ist, heißt aber nicht, daß sie auch richtig ist.
- Nicht jeder Stil ist gleich passend oder schön
- Passend und schön ist eine Architektur, wenn sie in einem formalen und stilistischen Verhältnis zur natürlich und kulturell gewachsenen Umgebung steht.
Neue Ausgabe der Zeitschrift „Harpfe“ und Debatte
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 14. Juli 2011 um 10.30 Uhr im neuerrichteten „Zin Senfter“
am Alten Markt 2/Senfterplatzl in Innichen statt.
Die dritte Nummer der Zeitschrift Harpfe beschäftigt sich mit einem Thema, das weit über das Pustertal hinaus den gesamten Alpenraum betrifft. Wir sind auf dem besten Weg durch anonyme Allerweltsbauten unsere architektonische und landschaftliche Identität zu verlieren. Viele Architekten und Bauherren fürchten sich vor altbewährten Formen und Materialien. Moderne Architektur soll nicht ein Gegensatz, sondern eine Ergänzung zum Bestehenden sein. Die neue Nummer der Harpfe enthält ein diesbezügliches Manifest. Der bekannte Architekt und Publizist Prof. Dipl.-Ing. Andreas Gottlieb Hempel gibt anlässlich des vor kurzem eröffneten Zin-Senfter-Neubaus grundlegende Denkanstöße zum zeitgemäßen Bauen. Dazu sind alle eingeladen, Stellung zu beziehen.
Anschließend Umtrunk und Imbiss
Einladende: Präsident der Stiftung Harpfe DDr. Helmut Rizzolli und die Stiftungsgründerin Gerda Senfter
Für eventuelle Rückfragen: Moritz Windegger, m_windl@hotmail.com (348 4965615)
Mit Gruß & Dank
Bozen, 11. Juli 2011
Moritz Windegger
Schriftleiter „Die Harpfe“
Ablauf
Begrüßung Obmann und Vorstellung des Manifests
Hempel-Kurzreferat
Vorstellung der Zeitschrift
Kurze Diskussion
Umtrunk und Imbiss
 Tageszeitung Dolomiten 24.02.2011
Die Stiftung Harpfe ONLUS wird mit den neuen Landesrichtlinien für die Beitragsgewährung im Bereich der Landschaftspflege ( Art. 18 LG 16/1970) als Sachbearbeiter bei der Abnahme von Harpfen qualifiziert.
PDF Download:
Neue Landesrichtlinien Förderungen Landschaftspflege
 Im Bild von links nach rechts: Moritz Windegger, DDr. Helmut Rizzolli, L. Abg. Dr. Veronika Stirner, L. Abg. Arnold Schuler
Form und Aussehen eines Hofes sind Ausdruck einer historisch gewachsenen Kultur. Und zwar von Talschaft zu Talschaft unterschiedlich. Weil die alten Bauernhöfe verschwinden und gewachsene Architektur immer häufiger einer inflationären Flut anonymer Geometer-Bauten weicht, muss es verstärkt ein Anliegen sein, historische Bausubstanz zu bewahren. Das haben am Dienstag der Obmann der Bozner Heimatschützer und gleichzeitiger Präsident der Stiftung „Harpfe“, DDr. Helmut Rizzolli, gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Arnold Schuler, Veronika Stirner und Elmar Pichler Rolle im Rahmen eines Pressegesprächs unterstrichen.
Bozens Heimatschützer treten seit Jahren für eine Architektur ein, die zwar modern ist, die aber gleichzeitig die geschichtliche Entwicklung nicht verleugnet. „Jetzt hört auch langsam die Politik auf uns“, betonte Rizzolli am Dienstag und verweist auf das im jüngsten Omnibus-Gesetz des Landtags verankerte Vorhaben zum „Schutz alter Bauernhöfe“. „Viele Menschen möchten ihren alten Hof erhalten, können sich aber eine Sanierung nicht leisten“, erklärte Schuler. Ein Neubau sei einfach billiger. Hier müsse die öffentliche Hand Anreize für den Erhalt der alten Bausubstanz schaffen. Die jetzt verabschiedete Omnibusregelung ist demnach nur ein erster Schritt. Jetzt müsse die Finanzierung erfolgen und außerdem werde mit dem neuen Urbanistikgesetz, das die Landesregierung vorbereite, auch „der bewusste Verfall“ bzw. die „Nichtsanierung alter Bausubstanz“ Konsequenzen haben. Veronika Stirner versucht einem in dieser Diskussion vorprogrammierten Stellungskampf zwischen Bauern und Nicht-Bauern vorzubeugen: „Auch in der Stadt gibt es alte Bausubstanz, die es zu bewahren gilt.“ Dass der beim Schutz alter Höfe künftig zuständige Landesbeirat für Baukultur und Landschaft nur beratende Funktion haben wird, sehen die Landtagsabgeordneten als Kompromiss. Die Diskussion mit den Interessenvertretern wie etwa dem Bauernbund ist offenbar noch nicht zu Ende. „Außerdem wollen wir damit, neben Denkmal- und Ensembleschutz, nicht noch eine dritte Kategorie der Beschränkung schaffen“, erklärt Schuler. Schlussendlich umgesetzt werden soll die Schutzregelung noch im Jahr 2011. „Das Gesetz tritt im Februar in Kraft, dann kommen die entsprechenden Durchführungsbestimmungen dazu und im März gibt es vielleicht einen Nachtragshaushalt, erläuterte Elmar Pichler Rolle. Und hofft, dass „Mitte 2011 die Schutzbestimmungen greifen können“.
„Eine Harpfe ist Bestandteil eines Bauernhofes. Wir können nicht das eine erhalten und uns um das andere nicht kümmern“, erklärt Helmut Rizzolii als Präsident der Stiftung „Harpfe“. Und fügt als Obmann des Heimatschutzvereins Bozen hinzu: „Und Heimatpflege bedeutet auch Landschaftspflege in diesem Sinne“. Damit sich die öffentliche Diskussion darüber nicht im oberflächlichen Treibsand einfacher Schlagworte verirrt, liefert die neue Ausgabe der landeskundlichen Zeitschrift „Die Harpfe“ eine Handhabe dazu. Mehrere Beiträge erarbeiten aus wissenschaftlicher, architektonischer oder historischer Sicht das Problem grundsätzliche Fragen zur Entwicklung der Bauernhöfe in Tirol. „Die Diskussion über Architektur kann nicht allein den Architekten, jene über Bauernhöfe nicht allein den Bauern vorbehalten sein“, sagt der Historiker und Wirtschaftsfachmann Rizzolli. „Schließlich muss ich ja auch kein Winzer sein, um zu wissen, ob mir der Wein schmeckt oder nicht.“
Pressekonferenz am Dienstag, am 21. 12. 2010
im Parkhotel Laurin (Damensalon) in Bozen
Uhrzeit: 10 Uhr
Themen:
- Stellungnahmen zum Erhalt und zur Gestaltung von ländlichen Bauten
- Vorstellung der zweiten Nummer der Zeitschrift für Landeskunde „Harpfe“
Der Obmann des Heimatschutzvereins Bozen-Südtirol und Präsident der Stiftung Harpfe, Univ. Doz. DDr. Helmut Rizzolli, lädt zur Pressekonferenz ein. Die Landtagsabgeordneten Arnold Schuler und Dr. Veronika Stirner informieren zu den einschlägigen Entwicklungen dazu im Südtiroler Landtag. Die neue Ausgabe der landeskundlichen Zeitschrift „Harpfe“ enthält grundlegende Beiträge zur gewachsenen Hofarchitektur in Südtirol sowie zur Frage, ob künftig regionales Bauen anonymer Allerwelts-Architektur weichen soll.
Vom schottischen Erfolgsunternehmer Andrew Carnegie stammt der Satz: „Ehrliche, herzliche Begeisterung ist einer der wirksamsten Erfolgsfaktoren.“ Spricht Gerda Dolezal Senfter über ihre Idee, die Stiftung bzw. das Gerät, das diese symbolisiert, ist der Geschäftsfrau Begeisterung anzumerken: „Eine Harpfe erzählt die Geschichte eines Bauernhofes“, erklärt Gerda Dolezal Senfter. Sie hat den Anstoss zur Gründung der Stiftung gegeben und ist nun deren Vize-Präsidentin. Spricht man sie darauf an, wirkt sie eher zurückhaltend. Schon ihrem Mann Franz war es immer ein Anliegen gewesen, die Harpfen zumindest in und um Innichen noch zu erhalten. Von seiner Begeisterung hat sie sich offenbar anstecken lassen. „Die Harpfe“ ist aber keine nostalgische Schwärmerei. Gerda Senfter weiß ganz genau, was sie will. Mit dem Geld, das der Stiftung zur Verfügung steht, sollen jene Harpfen erhalten werden, die heute noch bestehen. Die Menschen sollen ein Gefühl dafür bekommen, dass die Geräte nicht einfach ein altes Holzgerüst sind, sondern die einheimische Kultur ja auch ein bisschen die Mentalität darstellen. Der Verfall der alten Harpfen stellt wohl auch ein bisschen den Verfall einer gesunden Anschauung von Volkskultur dar. Und dem wollte das Unternehmen Senfter mit der Stiftung entgegentreten. „Wir wollen etwas für die Allgemeinheit tun“, sagt Gerda Senfter. Als erfolgreiche Geschäftsfrau weiß sie natürlich auch, wie man eine Idee fruchtbringend umsetzt. „Volkskultur“ ist ein weiter Begriff und um nicht in Klischees abzuschlüpfen, hat Senfter Universitätsdozenten, Intellektuelle und Experten in die Stiftung berufen. „Es ist erbaulich, Leute um sich zu haben, die eine Menge erzählen können; an ihrem Wissen gleichsam teilhaben zu dürfen“, sagt Gerda Senfter. Bei der „Harpfe“ handelt es sich zu 100 Prozent um eine private Initiative, was die Vizepräsidentin auch besonders herausstreicht: „Wir sind weder von der Politik noch von der Bürokratie abhängig.“ Begeisterung, Wissen und Ideenreichtum: Mit diesen Zutaten ist der Pustertaler Familienbetrieb Senfter zu einem internationalen Unternehmen geworden.
Aus denselben Zutaten hat Senfter „Die Harpfe“ geschaffen. Und beweist: Gerade auch Erfolg ist der Kultur verpflichtet. (von Moritz Windegger)
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